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No Blame Approach (keine Beschuldigung) – Kommunaler Präventionsrat Emden

No Blame Approach (keine Beschuldigung)

No Blame Approach (keine Beschuldigung) kann eine Handlungsmethode sein, um Mobbing zu unterbinden. Die Akteure des Mobbings sollen für ihre Handlungen nicht bestraft werden, sondern als Experten für die Lösung des Mobbing-Problems mit eingebunden werden. Die Methode ist in 3 Schritte unterteilt:

Schritt 1: Gespräch mit dem Mobbing-Betroffenen
Im Rahmen dieses Gespräches soll das Vertrauen des Schülers für die geplante Vorgehensweise entwickelt werden. Zuversicht soll entstehen und der betroffene Schüler das Gefühl haben: Hier ist jemand der sich kümmert.
Das die Lehrkraft oder die/der SozialpädagoIn alles in die Hand nimmt sollte für die betroffene Person sehr entlastend sein. Es sollen nicht detailliert die einzelnen Geschehnisse beleuchtet werden, sondern von welchen SchülerInnen die Person sich gemobbt fühlt, welche „mitlaufen“ und wer sich gar nicht beteiligt.
„Nachdem gehört wurde, ob der Schüler/die Schülerin sich eine Veränderung wünscht und Sie deutlich machen konnten, dass sie alles dafür tun werden, dass die sie schwierige Situation aufhört, ist nun zu erklären, was Sie tun werden und wie Sie vorgehen wollen.

Schritt 2: Unterstützungsgruppe (ohne Mobbing-Betroffene)
Die Unterstützungsgruppe setzt sich zur einen Hälfte zusammen aus den TäterInnen und MitläuferInnen sowie zur anderen Hälfte aus „neutralen“ SchülerInnen, die nichts mit den Mobbing-Handlungen zu tun hatten, aber eine konstruktive Rolle bei der Lösung der Situation spielen können. Insgesamt umfasst die Gruppe 6 – 8 SchülerInnen.“
(E&W Niedersachsen, 1/2008. S. 26).
Das Gespräch findet während der regulären Unterrichtszeit statt. Die SchülerInnen sollen sich als Helfer verstehen. Das Anliegen soll geschildert werden. Es wird erzählt um wen es sich handelt und um was es geht-„ Wichtig: Es wird nicht benannt, was konkret vorgefallen ist. Es werden auch keine Details aus dem Gespräch mit dem Mobbing-Betroffenen weitergegeben. In erster Linie wird darüber berichtet, wie es dem gemobbten Schüler bzw. der gemobbten Schülerin geht. Ebenso wird das Wort „Mobbing“ nicht benutzt!“
„Die Ansprache der SchülerInnen erfolgt über die eigen persönliche Betroffenheit und in Bezug auf das eigene Interesse (Ich), Ich habe euch eingeladen, weil ich eure Hilfe brauche. Vielleicht habt ihr auch schon bemerkt, dass es x nicht gut geht. Ich mache mir Sorgen um x. Mir ist wichtig, dass sich daran was ändert. …“
(E&W Niedersachsen, 1/2008. S. 26).
Es wird keine Schuldzuweisung stattfinden, sondern es soll darum gehen die Situation für den/die Betroffene/n zu verbessern (Problemlösung).
Vorschläge/ Ideen werden gesammelt und visualisiert (z.B. Clipchart). Es wird auch festgehalten, wer sich für die Umsetzung welcher Idee verantwortlich fühlt, z.B. „ich setze mich neben x“ oder in die Sportmanschaft wählen…etc.
Vertrauensvoll geben sie die Verantwortung für alles Weitere in die Hände der Helfer und Helferinnen. Nachdem sie sich bei der Gruppe für die Unterstützung (Wertschätzung) bedanken, vereinbaren sie zum Abschluss einen Termin für ein Nachgespräch

Schritt 3: Nachgespräch einzeln mit allen Beteiligten
Diese Nachgespräche sollen die Verbindlichkeit deutlich machen und natürlich die Entwicklung der Methode offenbaren. Die Gespräche sollten 5 – 10 Minuten pro Person dauern. „Das Nachgespräch ist vorgesehen um zu hören, wie es dem Schüler oder der Schülerin nach der Intervention geht, wie er / sie die Situation einschätzt und auch um herauszufinden, ob weitere Maßnahmen nötig sind“.
Bei einer positiven Veränderung der Situation würdigen sie zum Abschluss die Teilnehmer und bedanken sich für die Unterstützung. Falls es noch einmal zu Schwierigkeiten kommen sollte, können sich die Schüler umgehend bei ihnen melden.
Bei einer nicht ausreichenden Veränderung der Situation bitten sie um weitere Mithilfe der Unterstützungsgruppe, signalisieren sie, dass och ein bisschen mehr Zeit benötigt wird, bis alles gut ist und das weitere Überlegungen stattfinden, damit die Situation für Schüler x gut wird.

Quelle: „No Blame Approach Mobbing-Intervention in der Schule Praxishandbuch“
Heike Blum / Detlef Beck
Fairaend 2010 Köln
ISBN 978-3-000277-55-9