‚Was ich anhatte…‘
Wanderausstellung gegen sexualisierte Gewalt
Eine Kooperationsveranstaltung des Ostfriesischen Landesmuseum Emden, des Zonta Club Leer-Ostfriesland, der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Emden und des Bündnis Gewaltprävention Emden
Ausstellung:
📅 11.1.-1.2.2026
🕕 Di.-So. 10-17 Uhr
📍 Ostfriesisches Landesmuseum Emden, Brückstraße 1
💰 Besuch der Ausstellung: Kostenfrei.
📧 landesmuseum@emden.de | ☎️ 04921 87-2050
Eröffnung:
📅 Sonntag, 11.1.2026
🕕 11:30 Uhr
📍 Foyer des Ostfriesisches Landesmuseum Emden, Brückstraße 1
💰 Veranstaltung: Kostenfrei.
📧 landesmuseum@emden.de | ☎️ 04921 87-2050
Eine Ausstellung, deren Besuch für manche Menschen nur schwer erträglich sein wird, zeigt das Ostfriesische Landesmuseum Emden vom 11. Januar bis 1. Februar 2026.
Die Ausstellung „Was ich anhatte…“ thematisiert sexuelle Gewalt und lässt die Realität der Geschehnisse für die Betroffenen spürbar werden. Mit seiner betonten Sachlichkeit verankert der Titel das Thema direkt in unseren Alltag. Mit Absicht: Es geht hier um tatsächlich Passiertes und wir begegnen der Tat über die Kleidung der Betroffenen.
Die Exponate haben es in sich: Zu sehen sind diejenigen Kleidungsstücke, die Betroffene zum Tatzeitpunkt trugen. Kleidung fast wie im eigenen Kleiderschrank.
„Was ich anhatte…“ ist eine leise Ausstellung, die reduziert auftritt. Aber genau diese Eigenschaft macht sie stark, denn sie schafft Nähe. In dieser Ausstellung geht es um Sensibilität – für die Betroffenen und für das Thema selbst.
Zitat: „Ich habe es nie kommen sehen.
Ich hätte mich ehrlich gesagt NIE in dieser Situation gesehen.“
„In der Ausstellung ‚Was ich anhatte …‘ berichten zwölf Frauen und Mädchen von sexuellen Übergriffen, die sie selbst erlebt haben. Sie wollen nicht mehr schweigen und Opfer sein, sondern anderen Frauen Mut machen, sich zu öffnen,“ kündigt Museumsdirektorin Jasmin Alley an. Franzi, Angela, Bibi, Caro, Anika, Franca … – die Frauen sind unterschiedlich alt, leben an verschiedenen Orten und ihre Namen sind geändert, doch sie alle haben Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt.
‚Was ich anhatte …‘ ist eine Wanderausstellung, in der die Betroffenen die Taten durch die Kleidung, die sie währenddessen trugen, öffentlich machen. Die jüngste war zur Tatzeit sechs Jahre alt, die älteste Teilnehmerin ist über achtzig Jahre alt. Zu sehen ist in der Ausstellung größtenteils die Original-Kleidung der Frauen. Wenn diese nicht mehr existiert, ist sie nach den Vorgaben der Frau in Secondhand-Läden nachgekauft worden. Die jeweiligen Berichte zum Kleidungsstück und zu den Taten sind unverändert.
‚Was ich anhatte …‘ ist ein aufrüttelndes und gleichzeitig berührendes Projekt, das für das Thema sexualisierte Gewalt gegen Frauen sensibilisieren und mobilisieren soll. Als Wanderausstellung thematisiert das Projekt künstlerisch sexualisierte Gewalt gegen Frauen. Im Vordergrund steht das Erzählen der Betroffenen über erlebte sexualisierte Gewalt und Beschreibungen dessen, was Täter durch die Tat bei ihnen verursacht haben. „Frauen werden nicht vergewaltigt, weil sie einen Minirock tragen. Hier herrscht eine Täter Opfer Verkehrung, auch victim blaming genannt, vor,“ erläutert Beatrix Wilmes, Kuratorin und Dokumentarfilmerin sowie Urheberin der Ausstellung. Die Frauen werden zu Täterinnen gemacht, weil sie die ‚falsche Kleidung‘ getragen haben. Auf diese falsche Opferschuld will die Ausstellung hinweisen.
In der Eröffnungsveranstaltung am 11.1.2026 kommen Oberbürgermeister Tim Kruithoff ebenso zu Wort wie Jasmin Alley und die Leiterin des Emder Frauenhauses, Ramona Horstkamp.
Gefördert und unterstützt wird die Ausstellung im Ostfriesischen Landesmuseum Emden von den Kooperationspartner*innen Zonta Club Leer-Ostfriesland, dem Bündnis Gewaltprävention Emden und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Emden.
Rahmenprogramm:
Eröffnungsveranstaltung:
Sonntag, 11.1.2026, 11.30 Uhr, Foyer des Ostfriesischen Landesmuseums Emden
Mit Museumsdirektorin Jasmin Alley, Oberbürgermeister Tim Kruithoff, Beatrix Wilmes, Ramona Horstkamp, Leiterin des Frauenhaues Emden und Mitglied des Bündnisses Gewaltprävention Emden.
Für das leibliche Wohl sorgt das Team des ‚Café Nebenan‘.
Präsenz von verschiedenen Mitgliedern des ‚Bündnis Gewaltprävention Emden‘ in der Ausstellung:
Eröffnungsveranstaltung Sonntag 11.1.,
Dienstag, 13.1., Donnerstag, 15.1., Dienstag, 20.1., Donnerstag, 22.1., Samstag, 24.1., Dienstag, 27.1. , Donnerstag, 29.1. und Sonntag, 1.2.2026, jeweils 15:00 – 17:00 Uhr
Weitere Informationen:
www.wasichanhatte.de und www.landesmuseum-emden.de
Wir freuen uns über Ihr Interesse an dem Thema, Ihren Besuch der Ausstellung und auch der Eröffnungsveranstaltung und danken Ihnen herzlich, wenn Sie diese Einladung an interessierte Personen oder Institutionen weiterleiten!
Mit freundlichen Grüßen
Ihr Bündnis Gewaltprävention Emden
in Kooperation mit dem Ostfriesischen Landesmuseum Emden,
dem Zonta Club Leer-Ostfriesland und der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Emden
